Dagmar Heib

Dagmar Heib von Marketing Zoom - Werbung für Heilpraktiker

Warum biete ich Marketing für Heilpraktiker an?

 

Mein Herz schlägt schon lange für Naturheilkunde und Komplementärmedizin. Seit über 25 Jahren bin ich Gesundheitsredakteurin.

 

In dieser Zeit habe ich sehr viele Artikel über die unterschiedlichsten Therapien geschrieben. Doch auch über Pädagogik, Psychologie, Ernährung und Umweltthemen. Das ist mein Leben. Es beruhigt mich, Menschen etwas nahezubringen, das ihnen weiterhilft.

 

Marketing seit über 30 Jahren

Dabei war das nicht mein erster Beruf. Ich war zunächst  Fremdsprachenkorrespondentin.

 

Ich habe für die Geschäftsleitung die Korrespondenz mit Lieferanten und Kunden aus Europa und Übersee erledigt.

 

Da ich immer in kleinen, mittelständischen Unternehmen tätig war, übernahm ich weitere Bereiche und wickelte Projekte mit Werbeagenturen ab.

 

Mit Mitte 20 bin ich mit meinem Mann von Nieder-sachsen nach Bayern gezogen. Ich hatte einen Job in München und mein Mann machte sich selbständig im Bereich professioneller Videofilmproduktion.

 

Wie ein kleines TV-Studio

Wir hatten ein eigenes Schnitt- und Tonstudio samt Sprecherkabine und natürlich eine professionelle Kameraausrüstung samt Lichtausstattung.

 

Neben meinem Job in München half ich ihm beim Marketing. Es galt neue Kunden zu gewinnen. Also beschäftigte ich mich mit Direktmarketing und Texten. Dazu besuchte ich Seminare bei Prof. Siegfried Vögele.

 

Es ging aber auch um Verkaufsförderung und wie man die Botschaft an den Kunden bringt. Also schauten wir uns an, was Nikolaus B. Enkelmann, Vera Birkenbihl und Jan L. Wage sowie andere Verkaufstrainer dazu zu sagen hatten.

 

Ich merkte, dass das meine Welt war. Mir machte es unbändig Spaß, mehr über Marketing zu erfahren.

 

Im Bereich Filmproduktion übernahm ich ebenfalls Aufgaben: Ich suchte die Comparsen aus, die Filmmusik, wickelte die Absprachen mit Kunden, Lieferanten und Kooperationspartnern ab. Das ganze Paket neben meinem Job zu machen, ging mir irgendwann an die Substanz. Um bei Dreharbeiten dabei zu sein, musste ich oft Urlaub nehmen. Irgendwann war der Zeitpunkt da, dass ich meinen Job in München kündigte.

 

EKS Engpasskonzentrierte Strategie

Der Arbeit zu Hause konnte ich viel abgewinnen. Der Nachteil ist jedoch immer: Man kann schwer abschalten.

 

Wir diskutierten auch abends noch viel über unsere Projekte und die aktuelle Situation. Es gab Preisdumping von den Wettbewerbern und damit Verdrängungs-wettbewerb. Wir suchten nach Lösungen.

 

Mein Mann wurde auf die EKS aufmerksam - die engpasskonzentrierte Strategie nach Mewes. Ihre Botschaft lautete: "Spezialisiert Euch auf das dringendste Bedürfnis Eurer Kunden".

 

Für unsere kleine Filmproduktion damals war die Spezialisierung die Lösung. Wir hatten viele Kunden über Bayern hinaus und verlagerten unseren Sitz bald nach Frankfurt am Main.

 

Die Spezialisierung ist heute wieder ein elementares Thema im Marketing - und zwar im Rahmen der Positionierung. "Positioniere Dich, um Dich von Deinen Wettbewerbern deutlich abzuheben. Damit Dich Dein Kunde auf Anhieb unter allen Mitbewerbern erkennen kann." Das ist die Message, die ich heute übrigens Therapeuten und Selbständigen aus dem ganzheitlichen Gesundheitsbereich nahe bringe.

 

Damals blieben es aber aufrührende, anstrengende Jahre mit wenig Raum für private Interessen. Ich merkte, dass sich mein Mann und ich auseinander entwickelten. Vielleicht war es auch eine Form von Burnout, dass ich nach neuen Perspektiven suchte. Jedenfalls war ich sehr interessiert an Esoterik und Spiritualität. Esoterische Läden mit allerlei Klangspielen, Räucherstäbchen und bunten Tüchern in ungewöhnlichen Mustern waren vor 30 Jahren noch sehr faszinierend. Nicht nur für mich.

 

Neuorientierung

Ich habe mir in diesem Bereich Einiges angeschaut, aufgenommen, ausgewertet und bin auch auf Vieles hereingefallen. Doch es hat mich dahin geführt, wo ich heute bin und wofür ich brenne: Naturheilkunde. Denn damals gingen die Themen Esoterik und Naturheil-kunde fast fließend ineinander über. Heute trennt man das sehr deutlich.

 

Nach der Trennung von meinem Mann zog ich wieder nach Süddeutschland. Ich hatte berufliche Perspektiven in Vorarlberg und suchte mir daher eine Wohnung in Lindau am Bodensee.

Was für ein Glück für mich. Es ist noch heute meine Wahlheimat. Der See und das Bergpanorama tun mir einfach gut.

 

 

 

Lindau am Bodensee

Seinerzeit wusste ich nicht, dass es in Lindau einen sehr regen Naturheilverein gab. Aus der Zeitung erfuhr ich, dass es ihn gibt und ehrenamtliche Helfer gesucht wurden. Ich meldete mich, wurde erst Schriftführerin und war später für Inhalt und Produktion der Mitglieder-zeitung zuständig. Darüber lernte ich auch meinen Mann kennen. Doch es brauchte 20 Jahre bis wir ein Paar wurden.

 

Ab und zu produzierte ich Filme und stellte mir dazu mein Drehteam zusammen, buchte Studios für Schnitt, Ton, wählte Sprecher und GEMA-freie Musik aus. Die Themen drehten sich allerdings dieses Mal nur um Gesundheit.

 

Insgesamt bin ich seit über 25 Jahren im Bereich ganzheitlicher Gesundheit - wie Naturheilkunde, Komplementärmedizin sowie Psychotherapie und Pädagogik tätig. Ich habe viele Therapeuten erlebt - auch weniger gute: Menschen, die eine Methode zur Auflösung von Blockaden anboten, doch ihre eigenen Themen nicht bearbeitet hatten. Das halte ich für gefährlich und absurd: Wenn ich etwas nicht leiden kann, sind es Gurus. Ich kann mit Menschen nichts anfangen, die nicht in der Lage sind, auf Augenhöhe mit anderen zu sprechen.

 

EU-Richtlinien & Online Marketing

In den letzten Jahren hatte ich viel mit den EU-Verordnungen für Lebensmittel zu tun. Darunter zählen auch die sogenannten Nahrungsergänzungsmittel. Die EFSA - Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit - hatte Health Claims herausgegeben. Es war fortan nur möglich, gesundheitsbezogene Aussagen über einen Vitalstoff in der Bewerbung eines Produktes zu nennen, wenn dieser Vitalstoff einen Health Claim hatte. Ein Health Claim wird aber nur vergeben, wenn der EFSA genug wissenschaftliche Studien vorliegen. Das war mein Fachbereich. Ich musste viele Etiketten-, Katalog- und Shop-Texte umschreiben.

 

Ungefähr im gleichen Zeitraum absolvierte ich nebenberuflich eine Ausbildung zum Online Marketing Manager. Viele Jahre zuvor gehörte ich zur schreibenden Zunft, die über ein Special-Interest-Print-Magazin den Lesern Gesundheit näher brachte. Wir merkten alle, wie das Internet seine Spuren hinterließ: Journalisten wurden entlassen, Zeitungen und Zeitschriften bekamen Absatzprobleme. Es war nicht zu übersehen, dass das Internet die Zukunft ist.

 

Meine Online Marketing Kenntnisse konnte ich zunächst nicht zum Einsatz bringen. Ich hatte einfach zu viel mit den Texten aufgrund der Health Claims Verordnung zu tun. Daher frischte ich Jahre später meine Kenntnisse Zug um Zug wieder auf. Heute bin ich gut im Thema und gebe mein Wissen meiner Lieblings-Zielgruppe weiter: Therapeuten und Selbständigen aus dem ganzheitlichen Gesundheitsbereich.

 

Sehr suspekt war mir am Anfang übrigens Social Media wie Facebook & Co. Viele Jahre habe ich darum einen Riesenbogen gemacht. Erst mit 50 Jahren meldete ich mich bei Facebook an und machte mich langsam mit dem Medium vertraut. Mittlerweile bin ich allerdings nur noch auf Linkedin vertreten. Meinen Zoom-Teilnehmern empfehle ich nach Möglichkeit nur einen Social Media-Kanal zu  bespielen, dafür allerdings richtig. Dazu muss man die Algorithmen des jeweiligen Kanals kennen. Sonst lassen sich die Möglichkeiten nicht voll ausschöpfen. Allein die Beschäftigung damit ist sehr zeitintensiv.

 

Familie

Mutterglück hatte ich in meinem Leben ebenfalls. Allerdings erst mit 42 Jahren. Meine Tochter ist ein absolutes Wunschkind. Aufgrund meines Alters hatte ich allerdings eine Risikoschwangerschaft. Ich habe mich jedoch nicht verrückt machen lassen. Wie immer gab es beruflich viel zu tun: Ich habe bis eine Woche vor der Geburt gearbeitet und saß zwei Wochen nach der Geburt wieder im Büro. Mutterschutz? Ging nicht. Ich war selbstständig.

 

Heute ist meine Tochter in der Pubertät und ich in den Wechseljahren. Eine spannende Mischung, doch wir meistern es ganz gut.

 

Freizeit

Mit meinem Mann und meiner Tochter genieße ich so oft es geht Natur und Kultur rund um den See. Wir leben im Vierländereck zu Österreich, Schweiz und Liechtenstein. Wir genießen es sehr, dass wir gar nicht lange im Auto sitzen müssen, um in einer völlig anderen Gegend zu sein.

 

In den warmen Monaten fahren wir viel Fahrrad - auch gerne ins Lindauer Hinterland. Wir lieben Open-Air-Veranstaltungen oder ein Glas Wein direkt am Bodenseeufer. Ich gehe gerne ins Theater. Meine Tochter ist seit einigen Jahren auch aktiv darin: Sie besucht eine Theater-AG, sofern Corona es zulässt.

 

GesundheitsManagerin

Gesunde Ernährung und die ausreichende Versorgung mit allen notwendigen Vitalstoffen spielen bei uns natürlich eine große Rolle.

Die Work-Life-Balance bleibt manchmal auf der Strecke. Wir arbeiten immer noch sehr viel, doch das ist jetzt in der Coronakrise auch erforderlich.