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Warum braucht ein Heilpraktiker eine Positionierung?

Dagmar Heib erläutert in ihrem Blog Artikel den Vorteil der Positionierung - auch für Heilpraktiker.

Die Positionierung ist wichtig, weil sich an ihr das ganze Marketing orientiert. Von der Wahl der Formulierungen beim Texten, über die Wahl des Fotos bis zum Layout und der Kommunikation über einen bestimmten Social Media Kanal: Die Positionierung gibt die Richtung vor. Doch was ist Positionierung?

 

Die richtige Positionierung zu finden, wird im Marketing als eine Voraussetzung angesehen, um nachhaltig erfolgreich und gewinnbringend zu wirtschaften. Besonders Soloselbständige und KMU’s, die immer wieder um ihre Existenz bangen, wird eine klare Positionierung empfohlen.

Umsatz-Schwankungen? Positionieren Sie sich!

Die richtige Positionierung zu finden, wird im Marketing als eine Voraussetzung angesehen, um nachhaltig erfolgreich und gewinnbringend zu wirtschaften. Besonders Soloselbständige und KMU’s, die immer wieder um ihre Existenz bangen, wird eine klare Positionierung empfohlen. Sie gilt als das Kriterium, das über Erfolg und Misserfolg entscheidet.

 

Peter Sawtschenko, ein Praxisexperte für Positionierung und Marktnischenstrategien, sagt sogar:

 

„Wer sich nicht klar positioniert, der wird positioniert.“

 

Damit ist gemeint, dass ein Unternehmen, das nicht ganz klar kommuniziert, was es für eine Kernkompetenz hat, und seinen Kunden nicht auf Anhieb benennen kann, von welchem besonderen Nutzen und Mehrwert sie profitieren, ist zu vergleichbar mit Wettbewerbern.

Verdrängungswettbewerb & Preisdumping

Wenn ein Kunde zwischen verschiedenen Wettbewerbern keinen Unterschied erkennen kann, dann wird er eines tun, was kein Unternehmen möchte: Er geht nur nach dem Preis. Bei hohem Wettbewerb führt dies zu Preiskämpfen und Preisdumping. Es versuchen sich alle zu unterbieten und so schadet diese mangelnde Einzigartigkeit der Anbieter im Grunde der ganzen Branche.

 

Für den Kunden ist das auch nicht optimal: Denn er braucht vielleicht einen Lieferanten, der eine ganz bestimmte Kernkompetenz hat. Wenn er diesen nicht findet, nimmt er den, der ihm am nächsten ist – lokal oder preislich – und hofft, dass schon alles gut gehen wird.

 

Viel besser wäre es: Jedes Unternehmern überlegt, was – im Vergleich zu den anderen Wettbewerbern – eigentlich die Einzigartigkeit ist. Auf welchem Gebiet verfügt das Unternehmen über besonders viel Erfahrung. Und: Matcht diese Erfahrung vielleicht sogar mit einem besonders dringenden Bedürfnis der Zielgruppe – also der potentiellen Kunden?

Die Zielgruppe möglichst genau definieren

Es bleibt für ein Unternehmen – egal, ob dies ein kleines mittelständisches Unternehmen (KMU) oder ein Soloselbständiger ist – nicht aus, sich zu überlegen, wer der Buyer Persona ist. Denn wir sprechen heute nicht mehr über eine Zielgruppe. Wir stellen uns eine Person vor (Link zu BlogBeitrag Buyer Persona).

 

Ein Unternehmen kann für die verschiedenen Produkte oder Dienstleistungen, die es anbietet, auch verschiedene Buyer Persona’s haben. Wichtig ist nur, dass jede Buyer Persona eine eigene Landingpage braucht und eine eigene Kommunikationsstrategie.

 

Ein Beispiel:

 

Angenommen ein Unternehmen stellt seit 50 Jahren Bohrmaschinen her. Die Zielgruppe war bis jetzt Männer. Jetzt bietet das Unternehmen aber eine Bohrmaschine extra für Frauen an, die gerne zu Hause heimwerkern. Dann braucht das Marketing für die Bohrmaschine für Frauen logischerweise eine andere Kommunikationsstrategie als die für Männer.

Positionierung basiert auf Spezialisierung (EKS)

Kein Unternehmen möchte Kunden, die nur nach dem Preis gehen. Das ist im Verdrängungswettbewerb jedoch Gang und Gäbe. Als Anbieter kommt man aus dieser Vergleichbarkeit nur heraus, in dem man für die potentiellen Kunden aus der breiten Masse klar heraussticht.

 

 

Die Positionierung lehnt sich dabei stark an die Spezialisierungsgedanken an, der auf Wolfgang Mewes, den Begründer der EKS (engpasskonzentrierte Strategie) zurückgeht: Der Betriebswirt machte Unternehmen in den 1970er darauf aufmerksam, dass deren Strategie falsch wäre. Mewes brachte ihnen nahe, wie sie sich auf das dringendste Bedürfnis ihrer Zielgruppe konzentrieren könnten. Das rettete viele Unternehmen vor der Insolvenz.

 

Heute geht es bei der Positionierung im Grunde um nichts Anderes: Man sollte sich auch als Heilpraktiker nicht verzetteln und alle möglichen Therapien anbieten, sondern nur das, was die bevorzugte Zielgruppe wirklich braucht.

Heilpraktiker sollten sich positionieren bzw. spezialisieren

Viele Therapeuten bieten auf ihren Webseiten einen Bauchladen an Therapien für zahlreiche mögliche Indikationen und verschiedenste Patientengruppen an. Doch auch einem Heilpraktiker wird empfohlen, sich auf ein Spezialgebiet zu fokussieren und in diesem Bereich einfach Spitze zu sein.

 

Wenn man mit Heilpraktikern darüber spricht, sind sie im ersten Moment häufig ratlos. Es ist auch eine Besorgnis da, ob ein Teilbereich der Patienten denn ausreichen würde, um die Existenz der Praxis zu sichern? Doch seien wir mal ehrlich: Wenn ich ein schwerwiegendes Problem habe, dann will ich doch nicht in irgendeine Praxis gehen, sondern suche einen Therapeuten, der mit diesem Problem schon seit Jahren zu tun hat und darin sehr erfolgreich ist? Und dafür würde ich sogar 200 km mit dem Auto fahren, wenn es sein muss.

 

Insofern lohnen sich also einige Grundgedanken, die sich darum drehen, mit welchen Patienten man eigentlich am liebsten arbeitet? Bei welchen Patiententypen man das größte Anliegen hat? Welche Gesundheitsstörung einen am meisten interessiert und herausfordern? Wo man weiter recherchiert, selbst wenn längst Feierabend ist?

 

Dies und mehr besprechen wir im Marketing Zoom zum Thema „Positionierung“.

 

Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

 

Bis bald und viel Erfolg!

 

Dagmar Heib

Online Marketing Managerin

kontakt@dagmar-heib-seo-health.de

Weiterführende Informationen

https://www.sawtschenko.de/wp-content/uploads/2012/04/29_Schritte_in_eine_erfolgreiche_Positionierung.pdf

https://www.strategie.net/wolfgang-mewes/

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